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Lazise – Mittelalterstädtchen am Südostufer

Lazise ist ein 7000-Einwohner-Städtchen am Südostufer des Gardasees. Der historische Ortskern wird von einer wehrhaften Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert umschlossen, die nahezu vollständig erhalten ist.  

Durch eines von drei mittelalterlichen Stadttoren gelangen Sie in die autofreie Innenstadt von Lazise. Das charmante Zentrum wird von Bauwerken aus dem Mittelalter und von venezianischen Palästen geprägt. Direkt am kleinen Fischerhafen erhebt sich mit der Kirche San Nicolò ein romanisches Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert, das dem Schutzheiligen der Seefahrer gewidmet war.  

Italiens älteste Gemeinde

Lazise wirbt mit einem Superlativ für sich. Da die Ortschaft bereits im Jahr 983 eigene Zoll-, Handels- und Fischereirechte sowie weitestgehende Autonomie erhielt, nimmt der Hafenort das Privileg für sich in Anspruch, die älteste Gemeinde Italiens zu sein. Die beschriebenen Rechte wurden Lazise im Rahmen der sogenannten Veroneser Schenkung während der Regentschaft von Kaiser Otto II. verliehen.  

Im 14. Jahrhundert betraten die Vertreter des alten Adelsgeschlechts der Skaliger die Bühne der Geschichte. Die sogenannten „Herren von Verona“ befestigten viele Kleinstädte am Gardasee, darunter auch Lazise, und ließen wehrhafte Burgen errichten. Die Herrschaft der Skaliger dauerte bis zum Jahr 1387. Anschließend fiel Lazise an die Republik Venedig.  

Am Ende des 18. Jahrhunderts fielen die Truppen Napoleons in Oberitalien ein. In der Folge gehörte Lazise bis zum Jahr 1866 zum Herrschaftsbereich der k.u.k. Monarchie in Wien. Die Habsburger mussten sich nach dem Ende des dritten italienischen Unabhängigkeitskrieges aus Oberitalien zurückziehen und die anschließende Volksabstimmung ergab ein Votum für den Beitritt des damaligen Königreiches Lombardo-Venetien zum Königreich Italien.  

Mittelalterflair in der Altstadt

In die autofreie Altstadt von Lazise gelangen Sie, nachdem Sie eines der drei mittelalterlichen Stadttore passiert haben. Wuchtige Stadtmauern aus dem 14. Jahrhundert umgeben den Altstadtkern, durch den sich enge Kopfsteinpflastergassen winden. Der Haupteingang befindet sich direkt an der Gardesana Orientale, der viel befahrenen Gardasee-Uferstraße. Auf einem Parkplatz vor dem Stadttor lassen Sie Ihr Auto zurück. Ein weiteres Stadttor befindet sich an der Via Rosenheim und der dritte Zugang erfolgt über die Via Bastia.  

Mittelalterliche Steinbauten prägen in einigen Gassen das Antlitz der Altstadt von Lazise. Geschäftig geht es auf der Piazza Vittorio Emanuele II. zu, die den gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt markiert. Der Marktplatz punktet mit einem auffälligen Schachbrettmuster und besitzt eine direkte Verbindung zur Uferpromenade. Am zentralen Platz befinden sich Straßencafés, Trattorien und Eisdielen. Dort genießen Sie in Ihrem Urlaub in einem Ferienhaus am Gardasee einen Cappuccino oder ein Glas Bardolino.  

Zu einer Shoppingtour lädt die Flaniermeile Corso Ospedale ein. Neben Modeboutiquen, Souvenirshops, Schuhläden und Lederwarengeschäften finden Sie hier auch Weinhandlungen, in denen Sie die edlen Tropfen vom Gardasee verkosten können. Italienische Schuhe und Designermode bekommen Sie darüber hinaus in der Via Fontana und in der Via Porta.  

Im Zentrum von Lazise erhebt sich die Kirche der Heiligen Zenone und Martino. Sie wurde im 12. Jahrhundert erstmalig erwähnt und zum Ende des 18. Jahrhunderts im Stil der Neorenaissance wieder aufgebaut. Mit ihrer weiß getünchten Fassade und den mächtigen Säulen des Eingangsportals erinnert sie eher an einen römischen Tempel, als an ein katholisches Gotteshaus.  

Video: Lazise am Gardasee

Hafenromantik am Porto Vecchio

Mit Hafenromantik pur empfängt Sie der Porto Vecchio (Alter Hafen) in Lazise. Auf dem Wasser dümpeln die rot, gelb und blau getünchten Boote der Fischer auf dem Wasser. Das Hafenbecken wird eingerahmt von venezianischen Palästen mit sandfarbenen, bordeauxroten und gelben Fassaden. Am linken Ufer erhebt sich die Kirche San Nicolò, die dem Schutzheiligen der Fischer gewidmet ist. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und beherbergt in ihrem Innenraum kostbare, über 700 Jahre alte, Fresken.  

Ein markantes Bauwerk am Hafen von Lazise ist die Dogana Veneta (venezianisches Zollhaus). Auffällig sind die Rundbögen, die oben mit einer zinnenbewehrten Krone abschließen. Baubeginn war in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Einerseits wurde das Gebäude als Speicher und Handelszollamt genutzt, andererseits diente es als Waffenarsenal und Ersatzteillager für die Schiffe der venezianischen Flotte. Heute finden hinter den altehrwürdigen Mauern kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte sowie Konferenzen und Hochzeiten statt.  

Das Skaligerkastell im Park Bernini

Ein eindrucksvolles Fotomotiv ist das mittelalterliche Skaligerkastell, das sich im Park der Villa Bernini erhebt. Die Grundmauern des alten Gemäuers stammen aus dem 9. Jahrhundert. Die Skaliger bauten die Burg im 14. Jahrhundert zu einer wehrhaften Festung mit dicken Mauern und fünf Wachtürmen aus. Im Zentrum der Anlage erhebt sich mit dem Bergfried ein sechster Turm. Im oberen Bereich sind noch Reste der ehemaligen Wappen der Skaliger zu erkennen. Der Habsburger Kaiser Maximilian ließ die Wappen nach der Eroberung der Gardaseeregion weitestgehend zertrümmern. Das Skaligerkastell in Lazise ist eine der am besten erhaltenen Burganlagen am Gardasee. Leider kann das mittelalterliche Bauwerk nur von außen, nicht aber von innen besichtigt werden.

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